Werner Weckwerth Museum

 

Am äußersten Zipfel Deutschlands befindet sich der kleine beschauliche Ort Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog. Hier lebt die Tochter des Malers Werner Weckwerth. In ihrem Privathaus zeigt die über 80-Jährige interessierten Besuchern die Werke ihres Vaters.

Werner Weckwerth wurde 1906 geboren, studierte Kunst in Dresden und Berlin, wo er auch seine zukünftige Frau kennenlernte. Einige Zeit später kam die gemeinsame Tochter Helga auf die Welt, die heute verantwortlich für das Museum ist. 

Die einzelnen Ausstellungsräume sind nach den Lebensabschnitten Werner Weckwerths sortiert. So befinden sich im ersten Raum Werke aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und aus seiner Studienzeit. Außerdem finden wir ein Selbstportrait. Während dieser Jahre reiste Werner Weckwerth nach Cuba und ließ die hier gewonnenen Eindrücke in seine Werke einfließen.

Im zweiten Raum werden Bilder aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ausgestellt. Hier gibt es zum Beispiel ein Portrait eines amerikanischen Soldaten oder die Situation nach dem Krieg wird dargestellt: eine blinde Frau mit ihrem Kind wird vor einem Trümmerhaufen gezeigt.

Im letzten Raum des Erdgeschosses sind Bilder ausgestellt, die der Maler schuf, als er nach dem Tod seiner Frau zu seiner Tochter nach Nordfriesland zog. Hier hängt auch sein letztes Bild: „Menschen auf der Treppe“. Dieses Bild zeigt eine Treppe, auf der alle nach oben steigen, bis auf einige Kinder, die den Weg in die andere Richtung einschlagen. Zu diesem Bild komponierte ein Cellist ein Stück, das er in dem Museum vorspielte. Dieses Konzert war jedoch nicht das einzige, das immer wieder in dem großen Konzertraum des Museums stattfinden. Etwa alle ein bis zwei Monate lädt Frau Weckwerth die Öffentlichkeit zu einem kleinen Konzert ein. Vor oder nach dem Konzert können sich dann die in dem Konzertraum ausgestellten Bilder des Malers angesehen werden. Hier wird deutlich, wie viele Bilder er alleine von Blumen fertigte.

Im Obergeschoss des Hauses werden im ersten Raum abstrakte Aquarelle ausgestellt, sowie einige Bilder von der Reise des Malers mit seiner Tochter nach Holland.  In den nächsten beiden Räumen finden wir frühe Aquarelle, sowie Kinder- und Jugendbilder des Malers.

Frau Weckwerth sagt über ihre Besucher, dass es „manche [gibt], bei denen es mehr ins Herz geht und manche, die [denken, dass es] nett [ist, mit] schönen Farben und so und gehen dann wieder.“

Adresse

Werner Weckwerth Museum
Wellumweg 50
25924 Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog

Kontakt

Telefon: 04668 296
E-Mail: helani11@tixmail.de

https://www.werner-weckwerth-museum.de/

Öffnungszeiten

März – Oktober
Fr. – So. 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Frau Weckwerth konnte mir die Werke ihres Vaters sehr gut näherbringen, vor allem, weil sie immer einen Bezug zu historischen Ereignissen zog. So konnte ich mir das Leben ihres Vaters sehr gut vorstellen. Die Bilder taten ihr Übriges, um innerhalb etwa einer Stunde einen guten Einblick zu bekommen.

Carolin Vogt