Nolde Museum Seebüll

 

Mitten in der Landschaft, direkt an der dänischen Grenze ragt auf einer Warft das ehemalige Wohnhaus des Malers Emil Nolde in den Himmel. Dieser lebte und arbeitete mit seiner Frau Ada in dem selbsterbauten Haus, das sich so sehr von den typischen reetgedeckten Friesenhäusern der Umgebung abhebt. Seit seinem Tod im Jahr 1956 ist das Haus ein Museum. 2007 kamen weitere Gebäude hinzu.

Vom Parkplatz aus läuft man keine fünf Minuten bis zum Eingang des Museums. Nachdem man das Eintrittsgeld von etwa 8 Euro entrichtet hat, kann man sich zunächst die Dauerausstellung zur Person Emil Nolde ansehen, in der auch auf sein Leben während der NS-Zeit eingegangen wird. Außerdem gibt es hier einen Film.

Nachdem man sich ein wenig über die Person informiert hat, führt der Rundgang durch das Museum in den wunderschönen Garten Noldes. Diesen hat er in Form der Buchstaben A und E angelegt, die Anfangsbuchstaben seines Namens und dem seiner Frau. Vor allem im Sommer ist der Garten eine wahre Pracht. Haus und Garten bilden ein Kunstwerk in sich.

Weiter geht es in das Wohnhaus Emil Noldes. Hier finden sich drei original eingerichtete Räume: das blaue, das gelbe und das rote Zimmer. Diese sind jedoch nur durch die Fenster zu sehen. Im Inneren des Gebäudes führt eine steile Treppe ins Obergeschoss, wo sich der Besucher sogleich im Herzstück des Hauses wiederfindet: der Bildergalerie. Diese ist wie schon zu Lebzeiten des Künstlers vollgehängt mit Ölgemälden. Teilweise hängen sie übereinander, sodass man von allen Seiten die volle Wucht der Farbintensität spürt.

Außerdem werden im Obergeschoss des Hauses wechselnde Ausstellungen gezeigt. Zur Zeit meines Besuchs waren es neben einigen Keramiken aus dem Haushalt der Noldes auch Bilder von der Hallig Hooge oder einige seiner ungemalten Bilder. Im ehemaligen Atelier des Künstlers im Erdgeschoss findet sich ein neunteiliges Werk Noldes, was im Gegensatz zu den anderen Bildern im Haus ständig ausgestellt ist.

Mit diesem Werk endet der Rundgang durch das Museum. Nun kann man sich noch ein wenig im Garten entspannen, oder man geht noch zu der nahe gelegenen Badestelle. Außerdem ist dank des Kombitickets auch ein Besuch im Museum Sønderjylland denkbar. Das Museum bietet zudem regelmäßig Führungen und Malschulen an und es gibt mehrmals jährlich Veranstaltungen oder Feste. Für alle Interessierten am Garten: dieser kann täglich ab 18 Uhr kostenfrei besichtigt werden.

Adresse

Nolde Stiftung Seebüll
Seebüll 31
25927 Neukirchen

Kontakt

Telefon: 04664 983930
E-Mail: info@nolde-stiftung.de

https://www.nolde-stiftung.de/

Öffnungszeiten

März – November
Mo. – So. 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Die Bilder von Emil Nolde sind in dem Museum gut präsentiert. Als Besucher habe ich mich zu keinem Zeitpunkt ermattet gefühlt von der Menge an Bildern. Auch der Garten ist definitiv einen Besuch wert. Falls Sie noch am überlegen sind das Museums zu besuchen, kann ich Ihnen raten: Tun Sie es, es lohnt sich! Leider ist die Anreise nur mit dem Auto oder dem Fahrrad möglich.

Carolin Vogt