Militärgeschichtliche Sammlung Leck

 

Eine eher ungewöhnliche Sammlung finden Interessierte direkt an der B199 von Klixbüll kommend kurz vor Leck. Hier befindet sich die ehemalige Südtondern-Kaserne mit angeschlossenem Flughafen. Heute ist der Flugverkehr eingestellt und nur noch ein Bruchteil der Gebäude wird militärisch genutzt. Daher muss man zu Beginn durch eine Ausweiskotrolle und kann die Sammlung nicht spontan besuchen.

Entstanden ist die Sammlung, nachdem sich 1992 eine Traditionsgemeinschaft gegründet hatte, die Erinnerungsstücke und interessante Exponate sammelte. Mit der Zeit zog die Traditionsgemeinschaft einige Male um und ist heute in dem Gebäude der ehemaligen Küche und Werkstatt untergebracht. Der Fliegerhorst der Reichsluftwaffe wurde zwischen den Jahren 1936 und 1939 erbaut und diente zunächst als Ausbildungsort. Gegen Ende des Krieges war der Flugplatz in Leck einer der wenigen militärischen Flughäfen, die nicht besetzt waren, sodass viele deutsche Flugzeuge hier untergebracht wurden. Nach dem Krieg übernahmen die Engländer den Flugplatz und legten ihn zunächst still, bis 1959 die ersten Flieger zurückkehrten. Ab diesem Zeitpunkt war das Aufklärungsgeschwader, später das Flugabwehrraketengeschwader in den Räumlichkeiten untergebracht. Zeitweise arbeiteten 1200 Soldaten und etwa 600 zivile Beschäftigte in Leck.

Schon beim Betreten der Sammlung fällt die Anerkennungsurkunde als privathistorische Sammlung auf. Ein besonderer Stolz für die ehemaligen Soldaten. An der Gegenüberliegenden Wand hängt ein großes Luftbild, auf dem man den Flugplatz zur Zeit des Zweiten Weltkriegs betrachten kann.

Der nächste Raum widmet sich ganz und gar den fliegenden Verbänden. Hier kann man sich zum Beispiel Modelle vieler verschiedener Flugzeuge ansehen, darunter die, die von der Bundeswehr genutzt wurden. Außerdem gibt es hier Fotos aus der Zeit, als der Flugplatz noch aktiv genutzt wurde. Neben diesen Fotos kann man auch Bilder betrachten, die auf Aufklärungsflügen aufgenommen wurden. Im nächsten Raum geht es um die Flugabwehrraketengruppe 25 und wie diese nach Leck kam. Außerdem kann man sich über einen der schwersten Luftwaffenunfälle informieren und die verschiedenen Kommandeure betrachten.

Der letzte Raum beschäftigt sich mit dem Brauchtum im Geschwader. So war es zum Beispiel üblich, dass die Soldaten ein jährliches Schlachtfest veranstalteten. Diese Tradition hat sich bis heute gehalten.

Mit diesem Raum endet die Führung durch die private militärgeschichtliche Sammlung der Garnisonsort Leck/Stadum Anteil Luftwaffe. Nach dem Besuch in der Sammlung kann man als Ausgleich noch einen Spaziergang im Langenberger Forst machen. Außerdem bietet sich ein Tagesausflug nach Møgeltønder oder Tønder an. Dies sollte man allerdings nur werktags machen. Im Sommer bietet sich auch ein Besuch der „Augartenfeste“ in Leck an, die in den Sommermonaten monatlich stattfinden.

Adresse

Militärgeschichtliche Sammlung Leck
B199 / Fliegerhorst
25917 Leck

Kontakt

Telefon: 0170 5272009
E-Mail: stellminsk@gmx.de

Öffnungszeiten

nach telefonischer Absprache

 

Diese Sammlung deckt einen Teil der deutschen Geschichte ab, in dem sich die wenigsten Zivilsten auskennen. Schon allein deshalb sollte man die Sammlung nicht auslassen, wenn man in der Gegend ist. Die Führung, die ich bekommen habe, war sehr interessant, vor allem, da ich alles gut verstehen konnte, obwohl ich mich bei diesem Besuch auf einem Gebiet bewegte, in dem ich mich gar nicht auskannte.