Heimatmuseum Goldebek

 

Das Gelände des Heimatmuseums wirkt erst einmal unscheinbar. Ein kleiner Bauernhof in Familienbesitz, etwas außerhalb des Dorfkerns. Doch hinter Türen und Toren, in Garagen und Schuppen, erstreckt sich das unglaublich große Museum der Familie Jensen auf über 500 m² Ausstellungsfläche.

Das gesamte Museum entstand auf Grundlage einer privaten Sammlung. Erst nur in einer kleinen Ecke auf dem Heuboden mit persönlichen Sammlergegenständen. Schnell musste das Heu jedoch heraus und mehr Platz für eine richtige Ausstellung geschaffen werden. Seit 2012 ist das Heimatmuseum Goldebek öffentlich zugänglich und besteht nicht mehr ausschließlich aus familieneigenen Gegenständen, sondern ebenfalls aus Spenden oder Angeboten anderer. Heutzutage kann man eine Anzahl von gut acht verschiedenen Ausstellungsräumen nennen. Die Exponate im Haupthaus sind gut thematisch sortiert.
Die Familie Jensen bietet auf Anfrage Führungen an und führt die Besucher in die spannende Historie der Ausstellung ein. Ohne eine Führung wäre das ganze wahrscheinlich nur halb so beeindruckend und vor allem ausdrucksstark.

Die Anreise sollte am besten mit dem Auto geschehen. Parkplätze sind auf dem Gelände vorhanden. Eine Bushaltestelle befindet sich knapp einen Kilometer vom Heimatmuseum entfernt, andere verbinden einen Besuch im Museum mit einer Fahrradtour.

Der Wunsch der Familie, die persönliche und auch allgemeine Vergangenheit zu bewahren, war immer sehr groß. Heutzutage verfolgen sie außerdem das Ziel. Kindern und Jugendlichen die Wunder der Vergangenheit nahezubringen. Das funktioniert sehr gut, denn es gibt unglaublich Vieles und dabei auch noch Spannendes zu entdecken. Von landwirtschaftlichen Geräten aller Art, aus den verschiedensten Stadien der maschinellen Entwicklung, über ältere und neuere Traktoren sowie Autos, bis hin zu einer häuslichen Ausstellung – welche den Hauptteil einer Führung ausmacht. Leider ist dieser Teil nur über eine Treppe zu erreichen.
Alleine dort, im Haupthaus, kann man eine gute Stunde verbringen, oder sogar noch länger.
Das Ganze erinnert an eine Art „IKEA“ im altertümlichen Stil. Verschiedenste kleine Räume stellen thematisch passend Situationen und Begebenheiten der Vergangenheit da. So kann man dort zum Beispiel eine alte Küche, ein Esszimmer, Kinderzimmer, Wohnzimmer oder einen Friseursalon entdecken. Besonders gut gefällt Kindern die alte Schule, die in dem Dachgeschoss aufgebaut ist.

Die meisten Exponate der Ausstellung funktionieren noch und werden nach Wunsch oder wenn sich die Gelegenheit anbietet vorgeführt oder zur Verwendung freigegeben. So kommt es bei Führungen zum Beispiel oft vor, dass Kinder die alten Schiefertafeln der Schule ausproboeren und die historischen Instrumente von den Wänden genommen werden, um auf ihnen zu musizieren.

Bestimmte Veranstaltungen gibt es von dem Museum aus nicht, es kommt aber spontan trotzdem gerne mal zu spannenden Experimenten oder Angeboten. So wurde in der Vergangenheit schon öfters „ein Tag ohne Strom“ mit Kindern, Jugendlichen und natürlich auch interessierten Erwachsenen veranstaltet. Dabei werden diverse Haushaltsgeräte, die heutzutage von mechanischen Helfern ersetzt werden, ausprobiert. Wie etwa das Wäschewaschen in einer Wanne mit Waschbrett.

Wenn man nach dem Besuch noch einen netten Ausklang in Goldebek sucht, empfiehlt die Familie Jensen das „Frühstückscafé“ ganz in der Nähe. Wenn das Abenteuer weitergehen soll, lohnt sich vor allem für Familien ein Besuch auf dem Kinderfreizeithof in Joldelund.

 

Adresse

Familie Jensen
Kirchenweg 2
25862 Goldebek

Kontakt

E-Mail: jensen-goldebek@t-online.de
Telefon: 04673 277 o. 299
Mobil: 01704828534

http://www.de-ole-tied.de/index.html

 

Wir wurden sehr nett von Herrn Jensen in Empfang genommen und von verschiedenen Mitgliedern der Familie durch die Ausstellungsbereiche geführt, was definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Man sollte auf jeden Fall etwas Zeit einplanen und die Größe und Fülle der Ausstellung auf sich wirken lassen.

Charlotte Paulsen, Marlo Grieving