Haus Peters Tetenbüll

 

In dem etwa 600 Einwohner umfassenden Dorf Tetenbüll finden wir ein Kleinod der Eiderstedter Landschaft: das Haus Peters. Seit Ende des 18. Jahrhunderts war das Haus im Besitz der Familie Peters. Der gelernte Tischler Paul Tauchmann Peters richtete um 1800 in diesem Haus einen Kolonialwarenladen mit Genuss- und Gewürzwaren ein. Vermutlich baute er die Einrichtung des Ladens, die noch heute besteht und weiterhin als kleiner Laden genutzt wird, selber. Bemerkenswert ist die für damalige Verhältnisse sehr moderne und städtische Einrichtung des Ladens. An dem Kolonialwarenladen, der bis 1924 bestand, erkennt man, dass die Bauern Tetenbülls durchaus vermögend waren und sich exotische Gewürze und andere Gegenstände leisten konnten. Die letzten Nachfahren der Familie Peters wünschten sich, dass der Kaufmannsladen nicht an ein Museum verkauft werden solle, sondern an seinem ursprünglichen Ort bestehen bleiben sollte. So entschloss sich die Gemeinde Tetenbüll aus dem gesamten Haus einen Ort für Kunst und Kultur zu schaffen.

Im Erdgeschoss, direkt beim Betreten des Hauses befindet sich der historische Laden, in dem heute neben Lebensmitteln, wie Marmelade und Schokolade auch Seifen und andere nützliche Dinge erworben werden können. Der Rundgang durch das Haus führt den Besucher zunächst in einen der Ausstellungsräume, in dem immer wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Weiter hinten im Haus geht es in die Küche, in der alte Küchengeräte, wie Waffeleisen ausgestellt werden. Im Keller wird, ganz wie zu Großmutters Zeit, Eingemachtes gelagert, mit dem Unterschied, dass es heute auch käuflich erworben werden kann. Vom Gang, durch den man die Küche betreten hat, führt eine steile Treppe ins Obergeschoss. Hier werden im Flur verschiedenste Produkte aus den letzten beiden Jahrhunderten gezeigt. So kann man sich zum Beispiel verschiedene Packungen von Waschmittel ansehen. Außerdem gibt es einen kleinen Raum, in dem Bilder von Horst Janssen, der einige Zeit auf einem Haubarg bei Witzwort verbrachte, gezeigt. Einen Raum weiter kann der Besucher das Schlafzimmer der letzten Bewohnerin des Hauses besichtigen. Hier gibt es auch genauere Informationen zu ihr. Im letzten Raum des Obergeschosses gibt es außerdem ebenfalls wechselnde Ausstellungen von verschiedenen Künstlern. Besonders schön ist zudem der Garten des Haus Peters, in dem einmal jährlich das „Schaf- und Rosenwochenende“ stattfindet. Neben dieser Veranstaltung finden regelmäßig verschiedene Kulturevents, wie Ausstellungeröffnungen und Kunsthandwerkermärkte im Haus Peters statt.

Nach dem Besuch in diesem Museum kann man bei einem Stück Kuchen im Café Theatrium entspannen. Für diejenigen, für die es etwas deftiger sein darf, bietet sich der Kirchspielkrug an und falls man lieber noch ein bisschen das Meer genießen möchte, gibt es eine Badestelle direkt hinter dem Deich.

 

Adresse

Haus Peters Tetenbüll
Dörpstraat 16
25882 Tetenbüll

Kontakt

Telefon: 04862 681
E-Mail: post@hauspeters.info

https://hauspeters.info/

Öffnungszeiten

März – Mai
Di. – So. 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Juni – September
Di. – So. 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Oktober – Dezember
Di. – So. 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr

 

 

In dem doch recht großen, alten Haus habe ich mich sofort wohl gefühlt. Durch den Laden mit lauter kleinen und größeren Dinge, die gut als Geschenk dienen, wird man sehr freundlich empfangen. Auch die Mitarbeiter des Museums sind freundlich und geben gerne Auskunft über die Einrichtung oder die Künstler. Für mich war der Besuch im Haus Peters genau die richtige Mischung aus Kunstausstellung, Heimatkunde und Laden. Ein für mich sehr rundes Konzept.